Wann wird eine mpMRT der Prostata empfohlen?
- Unklarer oder auffälliger Tastbefund
- Negative Vorbiopsien bei weiterem Krebsverdacht
- Therapievorbereitung bei bekanntem Prostatakrebs
- Verlaufskontrolle bei aktiver Überwachung (Active Surveillance)
- Nachsorge und Rezidivdiagnostik
- Erhöhter oder steigender PSA-Wert ohne histologisch gesicherten Tumor.
Wussten Sie schon?
Die S3-Leitlinie Prostatakarzinom 2025 empfiehlt eine mpMRT bereits ab einem PSA-Wert von ≥ 3 ng/ml – noch bevor eine erste Biopsie erfolgt. Damit lassen sich unnötige Biopsien vermeiden und auffällige Befunde gezielt abklären.
Selektivverträge – Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen
Viele gesetzlich Versicherte können die mpMRT der Prostata bei uns ohne Zuzahlung in Anspruch nehmen.
- Grundlage sind Selektivverträge mit verschiedenen Krankenkassen.
- Voraussetzung: Überweisung durch Ihren Urologen oder eine andere Fachärztin/einen Facharzt.
- Falls Ihre Krankenkasse nicht teilnimmt, bieten wir die mpMRT auch als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an – mit transparenter Kostenaufklärung.
Wir klären für Sie gerne vorab, ob Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt.
Medizinischer Nutzen & klinische Evidenz
Die multiparametrische MRT (mpMRT) der Prostata ist heute zentrale Untersuchungsmethode in der Erstdiagnostik und Verlaufskontrolle von Prostataveränderungen. Sie ermöglicht eine präzise Tumordetektion, Lokalisation und Klassifikation nach dem PI-RADS-Standard – mit dem Ziel: unnötige Biopsien vermeiden. Große Studien belegen die hohe diagnostische Genauigkeit:
- In der PROMIS-Studie (The Lancet, 2017) zeigte die mpMRT eine Sensitivität von 88 % und einen negativen prädiktiven Wert von 89–98 % für klinisch signifikante Tumoren.
- Eine Metaanalyse (Cancers, MDPI, 2022) ermittelte eine gepoolte Sensitivität von 87 % (95 %-CI: 83–91 %) und eine AUC von 0,84.
Die mpMRT liefert zudem wichtige Informationen für das lokale Staging – etwa zum Nachweis extrakapsulären Wachstums oder einer Samenblaseninfiltration – und ist auch in der Rezidivdiagnostik sowie der Therapiekontrolle ein zuverlässiges Verfahren.
Damit bietet die mpMRT eine individualisierte Diagnostik: Sie zeigt nicht nur, ob ein Tumor vorliegt, sondern wo und wie ausgedehnt – und schafft so eine fundierte Basis für die optimale Therapieentscheidung.
Ihre Vorteile bei uns
Modernste High-End-MRT mit Zoom IT DWI für artefaktarme, hochauflösende Bilder
Enge Kooperation mit der Urologie.
Keine Strahlenbelastung, schonende Untersuchung
Untersuchungsablauf
Untersuchungsablauf Die mpMRT der Prostata dauert etwa 30 bis 45 Minuten, ist schmerzfrei und erfolgt ohne Strahlenbelastung. Bitte bringen Sie alle vorhandenen Vorbefunde wie PSA-Werte, Biopsieergebnisse, frühere MRT- oder CT-Aufnahmen sowie Arztberichte mit, da diese für eine präzise Beurteilung sehr wichtig sind. Während der Untersuchung liegen Sie entspannt in Rückenlage im MRT-Gerät. Falls keine Kontraindikationen bestehen, verabreichen wir Ihnen zusätzlich Buscopan®, um Darmbewegungen zu reduzieren und die Bildqualität zu verbessern. Anschließend werden verschiedene Bildsequenzen erstellt, darunter auch Aufnahmen mit Kontrastmittel, das die Genauigkeit der Befundung deutlich erhöht. Im Anschluss bespricht der Radiologe die Ergebnisse persönlich mit Ihnen und leitet den Befund zusätzlich an Ihren Urologen weiter.
Sollten sich auffällige Befunde zeigen, werden diese digital markiert. Dadurch kann bei einer eventuell notwendigen Biopsie gezielt an den verdächtigen Stellen Gewebe entnommen werden, was die Diagnosesicherheit erheblich steigert.
Vertrauen Sie auf modernste Diagnostik für Gesundheit. Vereinbaren Sie Ihren Termin im Radiologischen Zentrum Wiesloch.
Informationen und Fragen
Führt das Radiologische Zentrum Wiesloch die mpMRT der Prostata als Kassenleistung durch?
Welche gesetzlichen Krankenkassen sind beteiligt?
Welche Voraussetzungen müssen für die Kostenübernahme erfüllt sein?
- Überweisung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt (meist Urologie)
- Begründeter Verdacht auf Prostatakrebs (z.B. erhöhter PSA-Wert, Tastbefund) oder gesicherte Diagnose
- Durchführung der Untersuchung im Rahmen des Selektivvertrags und entsprechende Dokumentation