Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata gilt heute als das präziseste bildgebende Verfahren zur Erkennung und Beurteilung von Prostatakrebs.
Sie ermöglicht eine strahlungsfreie und schmerzfreie Darstellung der Prostata und hilft, bösartige Veränderungen frühzeitig zu erkennen – oft schon, bevor sie in der Tastuntersuchung oder im Ultraschall sichtbar werden.
mpMRT der Prostata jetzt auch für Kassenpatienten kostenfrei verfügbar
Bisher war die mpMRT vor allem Privatpatienten oder Selbstzahlern zugänglich.
Durch neue Selektivverträge zwischen Krankenkassen und qualifizierten radiologischen Fachpraxen kann die Untersuchung nun auch für gesetzlich Versicherte in Baden-Württemberg kostenfrei angeboten werden – vorausgesetzt, Ihre jeweilige Krankenkasse beteiligt sich an einem entsprechenden Vertrag.
Teilnehmende Krankenkassen in Baden-Württemberg
- Audi BKK
- Bertelsmann BKK
- BAHN-BKK
- BKK Deutsche Bank AG
- BKK GILDEMEISTER
- SEIDENSTICKER
- BKK Linde
- BKK MAHLE
- BKK ProVita
- BKK Rieker Ricosta Weisser
- BKK Scheufelen
- BKK Technoform
- BKK VerbundPlus
- BKK Würth
- energie-BKK
- mhplus BKK
- Salus BKK
- vivida BKK (ehem. Schwenninger BKK)
- Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK)
- Mercedes-Benz BKK
- pronova BKK
- BMW BKK
- HEK – Hanseatische Krankenkasse
- R+V Betriebskrankenkasse
- Mobil Krankenkasse
Eine vollständige und regelmäßig aktualisierte Übersicht aller bundesweit teilnehmenden Krankenkassen finden Sie außerdem auf der offiziellen Informationsseite: MEDIQX
Selbstzahleroption
Falls Ihre Krankenkasse derzeit noch nicht an einem entsprechenden Vertrag teilnimmt, kann die Untersuchung auch als Selbstzahlerleistung erfolgen.
Die Kosten liegen – je nach Aufwand – bei etwa 300 bis 350 Euro und werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) transparent abgerechnet.
Ein Kostenvoranschlag kann auf Wunsch gerne vorab erstellt werden.
mpMRT im Radiologischen Zentrum Wiesloch
Im Radiologischen Zentrum Wiesloch führen wir die multiparametrische MRT der Prostata nach den aktuellen PI-RADS-Leitlinien durch – mit modernster Gerätetechnik und hoher fachradiologischer Expertise.
Unsere Radiologinnen und Radiologen verfügen über langjährige Erfahrung in der urologischen und onkologischen Bildgebung.
Wir beraten Sie gerne, ob eine Kostenübernahme über Ihre Krankenkasse möglich ist oder ob die Untersuchung als Selbstzahlerleistung infrage kommt.
Hinweis für überweisende Ärztinnen und Ärzte und Patienten
Damit die Untersuchung im Rahmen des Selektivvertrags abgerechnet werden kann, muss die Überweisung folgende Angaben enthalten:
- Fachrichtung: Radiologie / Nuklearmedizin
- Verdachtsdiagnose/ ICD-10-Code: V.a. Prostata-Ca – C61 (Maligne Neubildung der Prostata); R97.2 (Erhöhter PSA-Wert) oder auffälliger Tastbefund der Prostata
- Untersuchung: Multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT)
Zusätzlich erforderlich:
- Teilnahmeerklärung des Versicherten (liegt in unserer Praxis vor)
- Nachweis, dass der Patient bei einer teilnehmenden Krankenkasse versichert ist
Die Überweisung kann sowohl vom Urologen als auch vom Hausarzt ausgestellt werden.