Knochendichtemessung zur Osteoporose-Vorsorge

Etwa jede dritte Frau über 50 erleidet im Laufe ihres Lebens eine osteoporotische Fraktur. Osteoporose (Knochenschwund) ist der wichtigste Risikofaktor für Knochenbrüche – sie schwächt die Knochensubstanz und erhöht das Risiko für sogenannte atraumatische Frakturen, also Brüche ohne adäquates Trauma. Da sich die Erkrankung meist schleichend entwickelt und anfangs keine Beschwerden verursacht, bleibt sie oft lange unentdeckt. Durch eine frühe Diagnose kann der Osteoporose gezielt entgegengewirkt werden, noch bevor es zu Frakturen kommt – mit sehr guten therapeutischen Ergebnissen.

Details zur Untersuchung

Wenig
Strahlen­belastung

Direkte
Ergebnisse

Präzise
Messung

Osteoporose-Risiko in den Wechseljahren

In den Wechseljahren nimmt durch den Rückgang weiblicher Hormone die Knochendichte deutlich ab. Dadurch steigt das Risiko für Knochenbrüche und osteoporotische Veränderungen. Für gesunde Frauen ohne bekannte Risikofaktoren empfehlen die DVO-Leitlinien eine Knochendichtemessung (DXA) ab dem 70. Lebensjahr. Bereits ab dem 50. Lebensjahr ist eine Untersuchung indiziert, wenn Risikofaktoren für Osteoporose wie Knochenbrüche z. B. nach Sturz aus dem Stand, eine familiäre Vorbelastung (z. B. Osteoporose bei Mutter oder Großmutter) oder eine frühe Menopause bzw. Hormonmangel vorliegen.

Erstellung eines individuellen Risikoprofils

Im Rahmen der Untersuchung und Erstellung eines individuellen Risikoprofils nach S3-Leitlinie erfassen wir vor der Messung mit einem strukturierten Anamnesebogen alle in der S3-Leitlinie definierten Risikofaktoren. Diese werden mithilfe eines anerkannten Berechnungsmodells gemeinsam mit den präzisen DXA-Messergebnissen ausgewertet, um Ihre individuelle Wahrscheinlichkeit für osteoporotische Knochenbrüche zu bestimmen. In Kombination mit den klinischen Befunden und Anamnesedaten entsteht so ein vollständiges, wissenschaftlich fundiertes Bild Ihres persönlichen Frakturrisikos. Auf dieser Grundlage erhalten Sie eine klare, evidenzbasierte Empfehlung – individuell abgestimmt auf Ihre Risikosituation, sei es zur Prävention oder zur Behandlung einer bestehenden Osteoporose.

Knochendichtemessung nach DVO-Leitlinien

Im Radiologischen Zentrum Wiesloch setzen wir auf modernste Technik und die neuesten wissenschaftlichen Standards der Deutschen Osteoporose Gesellschaft (DVO 2023), um Ihnen eine zuverlässige Diagnostik und eine maßgeschneiderte Beratung zu bieten. Nach den aktuellen S3-Leitlinien des Dachverbands Osteologie (DVO) wird eine Knochendichtemessung in folgenden Situationen empfohlen:

Familiäre Hüftfraktur oder Osteoporose, vorangegangene Knochenbrüche, niedriges Körpergewicht, frühe Menopause, Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Schilddrüsenüberfunktion sowie bestimmte Medikamente wie Langzeitkortison.

Unabhängig vom Alter.

Als generelle Vorsorgeuntersuchung ab dem 70. Lebensjahr.

Wenn spezielle Erkrankungen oder Therapien das Osteoporoserisiko deutlich erhöhen, z. B.:

  • Chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankungen (z. B. rheumatoide Arthritis, Spondyloarthritis)
  • Endokrine Erkrankungen wie Hyperthyreose, Hypogonadismus, Morbus Cushing
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Langfristige hochdosierte Glukokortikoidtherapie
  • Organtransplantationen (wegen der immunsuppressiven Therapie)
  • Krebserkrankungen mit antihormoneller Therapie (z. B. Brust- oder Prostatakarzinom)
Knochendichtemessung

Informationen und Fragen

Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und unkompliziert und ohne Gabe von Kontrastmitteln durchzuführen. Eine spezielle Software errechnet den mittleren Mineralsalzgehalt und vergleicht ihn mit dem statistischen Mittelwert aller Gleichaltrigen in der Bevölkerung. Die Untersuchung dauert nur einige Minuten, die Ergebnisse liegen schnell vor. Sie geben Anhaltspunkte darüber, ob und wie stark die Knochendichte vermindert ist und ob eine Therapie bzw. Medikamente eingesetzt werden müssen. Bei Interesse berät Sie einer unserer Ärzte unverbindlich zum konkreten Nutzen der Untersuchung für Sie, Ihre individuellen Risiken und Kosten.
Die Osteoporose-Früherkennung wird nur dann von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet, wenn ein Knochenbruch ohne äußere Einwirkung vorliegt. Aus medizinischer Sicht ist diese Präventionsmaßnahme jedoch auch in vielen weiteren Fällen sinnvoll. Die Untersuchung wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet und Ihnen persönlich in Rechnung gestellt. Viele private Kassen übernehmen die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen. Im Einzelfall sollten Sie mit Ihrer Versicherung diesbezüglich Kontakt aufnehmen.

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