Von der Anamnese bis zur Auswertung
Frühzeitige
Risikoerkennung
Hochpräzise
Gefäßdarstellung
Funktionelle
Herzdiagnostik
KI-gestützte
Ergebnisanalysen
Kardio-CT: Herausragende Darstellung der Herzgefäße mit dem Pro.Pulse Dual Source CT
Kalkscoring: Präzise Bestimmung Ihres Herzinfarktrisikos
Im Rahmen der Ermittlung des Kalzium-Score werden Kalkablagerungen (Plaques) in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) exakt erfasst und deren Menge und Verteilung gemessen. Diese Verkalkungen entstehen meist durch Atherosklerose – eine chronische Gefäßerkrankung, bei der sich Cholesterin und Kalzium in den Gefäßwänden ablagern und den Blutfluss zum Herzmuskel beeinträchtigen können.
Studien wie MESA, Heinz Nixdorf Recall und Framingham zeigen: Der Kalzium-Score heute einer der stärksten Einzelprädiktoren für das persönliche Herzinfarktrisiko, aussagekräftiger als klassische Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte – und häufig auffällig lange bevor Symptome auftreten. Der Grund: Der Score zeigt nicht nur das Risiko, sondern macht die tatsächliche Gefäßerkrankung sichtbar. Je höher der Kalzium-Score, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für koronare Ereignisse wie Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod.
Die Bestimmung des Kalzium-Scores ermöglicht:
- Präzise Quantifizierung der Kalziumablagerungen: Menge, Verteilung und Dichte der Verkalkungen werden objektiv und reproduzierbar erfasst.
- Früherkennung: Herz-Kreislauf-Risiken können frühzeitig erkannt und individuell eingeschätzt werden.
- Therapieplanung: Die Einordnung des individuellen Kalzium-Scores ermöglicht eine gezielte Prävention sowie frühzeitige medikamentöse oder interventionelle Maßnahmen.
- Therapiekontrolle: Wiederholungsmessungen können Veränderungen dokumentieren und zeigen, ob präventive Therapien wirksam sind.
Der Kalkscore kann auf Wunsch bei jeder Routine-Untersuchung der Lunge oder der Brustkorbs ermittelt werden.
Myokardszintigraphie: Funktionelle Diagnostik mit höchster Aussagekraft
Die Myokardszintigraphie zeigt nicht nur anatomische Veränderungen, sondern insbesondere, ob eine Gefäßverengung zu einer relevanten Durchblutungsstörung im Herzmuskel führt. Ein schwach radioaktives Mittel, das sich entsprechend dem Blutfluss verteilt, macht die Durchblutung in Ruhe und unter Belastung sichtbar.Ein großer Vorteil ist die Unterscheidung zwischen reversiblen Ischämien (unter Belastung, potenziell behandelbar) und irreversiblen Schäden (z. B. Narben nach Herzinfarkt). So kann gezielt entschieden werden, ob eine Therapie notwendig ist.
Die Myokardszintigraphie zählt zu den präzisesten Methoden zur frühzeitigen Erkennung relevanter Durchblutungsstörungen und ergänzt Verfahren wie das Kardio-CT optimal. Im Radiologischen Zentrum Wiesloch führen wir die Untersuchung individuell angepasst mit medikamentöser (z. B. Regadenoson) oder gezielter physischer Belastung auf dem Ergometer durch.
Vertrauen Sie auf moderne Herzdiagnostik und persönliche Betreuung – für Ihre Sicherheit und Ihr Wohlbefinden. Vereinbaren Sie gerne einen Termin. Wir sind für Sie da.
Informationen und Fragen
Wann ist eine Herz-CT sinnvoll?
Was sind die großen Vorteile der Herz-CT mit Dual-Source-Technik?
Studien zeigen beim Dual-Source Herz-CT eine Sensitivität von rund 97 % und Spezifität von 68 % (Gatti et al., Eur Radiol 2022). Durch die Kombination hoher Bildqualität mit kurzen Untersuchungszeiten und modernsten Filter-/Dosisprotokollen bleibt die Strahlenbelastung minimal.
Für wen ist eine Herz-CT Untersuchung besonders geeignet?
- Bei Verdacht auf Herzkranzgefäßverengung (z. B. Brustschmerzen, positive Belastungs-/Stresstests)
- Bei unklarer Atemnot, Herzrasen oder unregelmäßiger Herzfrequenz: die Dual-Source-Technik liefert zuverlässigere Ergebnisse auch bei schwieriger Herzfrequenzlage.
- Zur Planung oder Nachkontrolle von Eingriffen an den Herzkranzgefäßen oder bei bekannten Gefäßverkalkungen.
Wie muss ich mich auf ein Herz-CT vorbereiten?
- 24 Stunden vorher: Kein Kaffee, kein Tee, keine koffeinhaltigen Getränke oder Lebensmittel. Bereits geringe Mengen Koffein erhöhen die Herzfrequenz und können das Ergebnis unbrauchbar machen.
- Am Untersuchungstag: Kein Nikotin ab morgens, letzte Mahlzeit bis 2 Stunden vorher möglich, ausreichend Wasser trinken.
- Medikamente: Wie gewohnt einnehmen. Metformin darf bei normaler Nierenfunktion (GFR > 30 ml/min) weiter eingenommen werden.
Welche Laborwerte müssen vorliegen?
Die Blutwerte dürfen nicht älter als 3 Monate sein:
- Kreatinin (zeigt, ob die Nieren das Kontrastmittel sicher ausscheiden können)
- TSH (wichtig, um seltene Kontraindikationen bei Schilddrüsenerkrankungen auszuschließen)
- (Wenn möglich) LDL-Cholesterin
Ohne Kenntnis der Laborwerte dürfen wir Sie nicht untersuchen.
Welche Unterlagen muss ich zum Termin mitbringen?
- Überweisung für Herz-CT mit Diagnose und Auftrag „Radiologie“ (aktuelles Quartal)
- Bei gesetzlich Versicherten: Angabe der Vortestwahrscheinlichkeit (vom überweisenden Arzt)
- Arztbrief oder kardiologische Vorbefunde
- Aktueller Medikamentenplan