Individuelle Vorsorge
MRT-Vorsorge – hochauflösende Diagnostik ohne Strahlenbelastung
Gefäß-Check – Früherkennung von Aneurysmen und Stenosen
Gefäßerkrankungen entwickeln sich oft schleichend und bleiben lange unbemerkt.
Mit der MRT-Angiographie lassen sich Gefäßverengungen (Stenosen) und Erweiterungen (Aneurysmen) präzise und strahlungsfrei darstellen.
Untersuchungsbereiche:
- Bauchgefäße (Aorta, Nieren- und Darmarterien): Erkennung von Bauchaortenaneurysmen oder Durchblutungsstörungen der Bauchorgane.
- Bein- und Beckengefäße: Nachweis von arteriellen Verengungen oder Verschlüssen (pAVK), die unbehandelt zu Schmerzen oder Wundheilungsstörungen führen können.
- Halsgefäße (Karotiden, Vertebralarterien): Beurteilung von Gefäßveränderungen, die das Risiko für Schlaganfälle erhöhen.
Ein Gefäß-Check ist insbesondere sinnvoll bei arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Nikotinkonsum oder familiärer Gefäßerkrankung.
Abdomen-Check – Basisdiagnostik der Bauch- und Beckenorgane
Gehirn-Check – Beurteilung von Durchblutung und Struktur
Der MRT-Gehirn-Check ermöglicht die detaillierte Darstellung des Gehirns und seiner Gefäße.
Er dient der Erkennung degenerativer und vaskulärer Veränderungen, etwa:
- chronische Durchblutungsstörungen,
- Mikroangiopathien,
- altersbedingte oder entzündliche Veränderungen,
- frühe Zeichen neurodegenerativer Erkrankungen.
Empfehlenswert ist diese Untersuchung bei Schwindel, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder familiärer Belastung mit Schlaganfällen oder Demenz.
MRT der Prostata – gezielte Tumorfrüherkennung
Die multiparametrische MRT der Prostata gilt als das sensitivste bildgebende Verfahren zur Früherkennung und Beurteilung von Prostatakarzinomen.
Sie liefert eine exakte anatomische Darstellung und unterstützt die Diagnostik bei unklaren PSA-Werten oder vorgegangenen Biopsien.
MRT der Brust
Fraktur-Vorsorge
Die Knochendichtemessung (DXA) ist der bewährte Standard der Osteoporosediagnostik
Die DXA-Messung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie) ist seit über 30 Jahren das international anerkannte Standardverfahren zur Bestimmung der Knochendichte und zur Früherkennung einer Osteoporose. Das Verfahren ist wissenschaftlich validiert, standardisiert und liefert eine zuverlässige Einschätzung des Frakturrisikos.
Empfohlen wird die Untersuchung:
- ab dem 70. Lebensjahr,
- oder bei erhöhtem Risiko, etwa bei familiärer Belastung, Langzeit-Kortisontherapie, niedrigem Körpergewicht oder frühzeitiger Menopause.
Die Messung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und ermöglicht eine frühzeitige Prävention osteoporotischer Frakturen.
Herz-CT – Diagnostik bei mittlerem bis erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko
Für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem oder mittlerem Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) bietet die koronare CT-Angiographie (Herz-CT) eine präzise, nichtinvasive Methode der Risikoeinschätzung.
Dabei werden Verkalkungen und Verengungen der Herzkranzgefäße (Calcium-Scoring, Plaque-Nachweis) dargestellt, um das individuelle kardiovaskuläre Risiko frühzeitig zu beurteilen.
Auf Grundlage des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wird die Herz-CT ab dem 1. Januar 2025 unter definierten Voraussetzungen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen – etwa bei einer Vortestwahrscheinlichkeit von 15–50 % für das Vorliegen einer KHK.
Die Herz-CT ist somit keine allgemeine Vorsorgeuntersuchung, sondern eine gezielte Frühdiagnostik bei bestehendem Risikoprofil.