Vorsorge im Radiologischen Zentrum Wiesloch

Der technische Fortschritt in der Radiologie ermöglicht heute eine genaue und gleichzeitig zunehmend schonendere Diagnostik. Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT), die DXA-Knochendichtemessung und die Herz-CT erlauben es, Erkrankungen bereits in frühen Stadien zu erkennen – häufig, bevor klinische Symptome auftreten.

Individuelle Vorsorge

Eine pauschale Vorsorgeuntersuchung, die für alle gleichermaßen sinnvoll ist, gibt es nicht. Jeder Mensch besitzt ein individuelles Risikoprofil – geprägt durch Alter, familiäre Vorbelastung, Lebensstil oder bestehende Erkrankungen. Im Radiologischen Zentrum Wiesloch bieten wir individuell angepasste Vorsorgeuntersuchungen, die helfen, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt vorzubeugen.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht hervorragende Organdarstellungen ohne den Einsatz ionisierender Strahlung und spielt eine zentrale Rolle in der modernen Vorsorgemedizin.

Gefäßerkrankungen entwickeln sich oft schleichend und bleiben lange unbemerkt.
Mit der MRT-Angiographie lassen sich Gefäßverengungen (Stenosen) und Erweiterungen (Aneurysmen) präzise und strahlungsfrei darstellen.

Untersuchungsbereiche:

  • Bauchgefäße (Aorta, Nieren- und Darmarterien): Erkennung von Bauchaortenaneurysmen oder Durchblutungsstörungen der Bauchorgane.
  • Bein- und Beckengefäße: Nachweis von arteriellen Verengungen oder Verschlüssen (pAVK), die unbehandelt zu Schmerzen oder Wundheilungsstörungen führen können.
  • Halsgefäße (Karotiden, Vertebralarterien): Beurteilung von Gefäßveränderungen, die das Risiko für Schlaganfälle erhöhen.


Ein Gefäß-Check ist insbesondere sinnvoll bei arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Nikotinkonsum oder familiärer Gefäßerkrankung.

Die MRT des Abdomens und Beckens erlaubt eine umfassende Beurteilung innerer Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Milz, Nebennieren, Harnblase sowie der Beckenorgane. Sie dient der Früherkennung von Tumoren, Zysten und entzündlichen Veränderungen und ermöglicht eine präzise Differenzierung unklarer Befunde. Diese Untersuchung ist besonders geeignet bei familiären Tumorerkrankungen, auffälligen Laborwerten oder einem erhöhten Risiko für Leber-, Nieren- oder Darmkrankheiten.

Der MRT-Gehirn-Check ermöglicht die detaillierte Darstellung des Gehirns und seiner Gefäße.
Er dient der Erkennung degenerativer und vaskulärer Veränderungen, etwa:

  • chronische Durchblutungsstörungen,
  • Mikroangiopathien,
  • altersbedingte oder entzündliche Veränderungen,
  • frühe Zeichen neurodegenerativer Erkrankungen.


Empfehlenswert ist diese Untersuchung bei Schwindel, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder familiärer Belastung mit Schlaganfällen oder Demenz.

Die multiparametrische MRT der Prostata gilt als das sensitivste bildgebende Verfahren zur Früherkennung und Beurteilung von Prostatakarzinomen.
Sie liefert eine exakte anatomische Darstellung und unterstützt die Diagnostik bei unklaren PSA-Werten oder vorgegangenen Biopsien. 

Die Mamma-MRT ermöglicht eine besonders empfindliche Darstellung des Brustgewebes – unabhängig von der Gewebedichte – und kann früheste Tumorveränderungen sichtbar machen. Sie eignet sich insbesondere bei familiärer Belastung, unklaren Vorbefunden oder als ergänzende Diagnostik zur Mammographie und Sonographie.

Die Knochendichtemessung (DXA) ist der bewährte Standard der Osteoporosediagnostik
Die DXA-Messung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie) ist seit über 30 Jahren das international anerkannte Standardverfahren zur Bestimmung der Knochendichte und zur Früherkennung einer Osteoporose. Das Verfahren ist wissenschaftlich validiert, standardisiert und liefert eine zuverlässige Einschätzung des Frakturrisikos.

Empfohlen wird die Untersuchung:

  • ab dem 70. Lebensjahr,
  • oder bei erhöhtem Risiko, etwa bei familiärer Belastung, Langzeit-Kortisontherapie, niedrigem Körpergewicht oder frühzeitiger Menopause.

Die Messung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und ermöglicht eine frühzeitige Prävention osteoporotischer Frakturen.

Für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem oder mittlerem Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) bietet die koronare CT-Angiographie (Herz-CT) eine präzise, nichtinvasive Methode der Risikoeinschätzung.
Dabei werden Verkalkungen und Verengungen der Herzkranzgefäße (Calcium-Scoring, Plaque-Nachweis) dargestellt, um das individuelle kardiovaskuläre Risiko frühzeitig zu beurteilen.

Auf Grundlage des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wird die Herz-CT ab dem 1. Januar 2025 unter definierten Voraussetzungen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen – etwa bei einer Vortestwahrscheinlichkeit von 15–50 % für das Vorliegen einer KHK.
Die Herz-CT ist somit keine allgemeine Vorsorgeuntersuchung, sondern eine gezielte Frühdiagnostik bei bestehendem Risikoprofil.

Ärztliche Beratung und Befundbesprechung

Vorsorgeuntersuchungen erfolgen teils ohne konkreten Krankheitsverdacht. Daher legen wir im Radiologischen Zentrum Wiesloch besonderen Wert auf eine ausführliche ärztliche Aufklärung und Befundbesprechung. Wir erläutern die Ergebnisse verständlich, ordnen mögliche Nebenbefunde ein und besprechen, ob weiterführende Untersuchungen erforderlich sind. Unser Ziel ist eine präzise Diagnostik in Kombination mit transparenter, individueller Beratung.
Radiologische Vorsorgeuntersuchungen sind in den Fällen in denen keine medizinische Indikation besteht Selbstzahlerleistungen. Bei bestehendem Risiko oder ärztlicher Begründung – insbesondere bei der Herz-CT (CCTA) oder der DXA-Messung – kann eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung erfolgen.

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Unsere Standorte

Liebe Patientinnen und Patienten,

in Wiesloch ist unser Kartenlesegerät wieder einsatzbereit.

In Sinsheim warten wir weiterhin an der Wiederherstellung der Geräte. Vielen Dank für Ihr Verständnis.